Netversity 50/50, 7. Februar 2017

Unterwegs. Zwischen Welten und Visionen.


Thema

«Unterwegs. Zwischen Welten und Visionen.» An der NZZ Netversity 50/50 Veranstaltung vom 7. Februar 2017 begaben wir uns auf eine Entdeckungsreise mit Schwingerkönigin Sonia Kälin und Künstler George Steinmann. Wir tauchten gemeinsam in neue Welten ein. Ohne Grenzen. Dafür mit Visionen.

Take Aways

Dominik Isler, Leiter der NZZ Konferenzen & Services, begrüsste die rund 100 Teilnehmenden zur zweiten Ausgabe von NZZ Netversity 50/50: «Die NZZ als Veranstalterin glaubt an die Kraft des Dialogs und die Vielfalt – gerade in der volatilen Welt». Ziel des Abends sei es, sich mit offenem Geist auf neue Themen einzulassen. 

Danach gewährte der Berner Künstler und Musiker George Steinmann Einblicke in den Themenkreis Kunst und Nachhaltigkeit. Steinmann engagiert sich schon länger im Kampf gegen den Klimawandel ist sorgt dafür, dass neben Politiker und Wissenschaftler auch Künstler eine Stimme erhalten. Auch in der Umweltpolitik gehe es darum, Grenzen zu überschreiten und neue Kooperationen zu wagen. Dazu könne Kunst einen wertvollen Beitrag leisten und neue Impulse geben.

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Im anschliessenden Slow Networking hatten die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, über das Veranstaltungsthema «Unterwegs. Zwischen Welten und Visionen.» zu diskutieren. Die angeregten Diskussionen konnten erst von Moderator Peter Marthaler wieder unterbrochen werden.
 
Nun folgte der Auftritt von Schwingerkönigin Sonia Kälin, die zuerst auf ihrem Schwyzerörgeli spielte und das Publikum mit ihren musikalischen Klängen in neue Welten eintauchen liess. Sie spielte bewusst auch Musik, die nicht ins Klischee der Schwingerin aus der Innerschweiz passt. «Wichtig ist es, die Menschen zu berühren ­– das gilt im Sport, in der Musik und auch in der Wirtschaft». Die im Schwingsport zentralen Werte Rücksicht, Toleranz und Fairness möchte die Primarlehrerin auch ihren Schülerinnen und Schülern weitergeben. Dazu gehört auch ihr Credo als Sportlerin: Nie aufgeben, immer wieder aufstehen. Im Verlauf ihrer Karriere musste Kälin auch einige Niederlagen einstecken. Sie musste «viel Sägemehl fressen» und opferte jede Minute für ihren geliebten Sport. Durch das Schwingen hat sie gelernt, an ihre Grenzen zu gehen und manchmal auch darüber hinaus. Um erfolgreich zu sein, braucht es die unbedingte Leidenschaft und Herzblut. Wenn der Erwartungsdruck zu gross wird, können keine Höchstleistungen erbracht werden. In solchen Momenten rät sie uns, kurz inne zu halten, sich selber zu suchen und dann wieder vorwärts zu gehen. Zum Schluss fasste Kälin die wichtigsten Botschaften ihres Referats nochmals zusammen:
 
1) Machen Sie alles mit Herzblut und Leidenschaft.
Vergessen Sie dabei nie Ihre Wurzeln.
 
2) Bleiben Sie offen für Neues. Das gilt im Sport, in der Musik oder in der Wirtschaft.
 
3) Legen Sie Vorurteile ab.
Schlagen Sie Brücken zwischen Menschen, Generationen und Welten.

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Zum Schluss kam das Publikum in den Genuss einer musikalischen Darbietung von Blues-Musiker George Steinmann, bevor in entspannter Atmosphäre ein köstliches Networking-Dinner wartete.

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